Nachteil 1: Kein integrierter Speicher
Das RS40P ist ein reines Einspeise-Set: Der Solarstrom fließt direkt in deine Steckdose und wird sofort verbraucht – oder eben nicht. Was deine Geräte in dem Moment nicht abnehmen, geht unvergütet ins öffentliche Netz. Gerade mittags, wenn die Module am meisten liefern und niemand zu Hause ist, verschenkst du so einen Teil des Ertrags.
Wer abends den Solarstrom vom Mittag nutzen will, braucht einen Speicher. Anker selbst bietet dafür das SOLIX RS40B mit integriertem 1.024-Wh-LFP-Akku an – das kostet aber spürbar mehr und der Akku lässt sich nicht durch Fremdprodukte erweitern. Die ehrliche Rechnung: Für Haushalte mit Grundlast am Tag (Homeoffice, Kühlschrank, Router) ist der fehlende Speicher verschmerzbar; für Berufstätige, die erst abends Strom brauchen, ist er der entscheidende Schwachpunkt.
Nachteil 2: Die Systemleistung ist begrenzt
Das RS40P-Set ist als kompaktes 400-W-Paket ausgelegt, und die Ausgangsleistung des Systems ist auf die in Deutschland für Balkonkraftwerke zulässigen 800 W begrenzt. Wer das Maximum aus der gesetzlichen Grenze herausholen will, bekommt mit einem 800-W-Komplettset mit zwei 400-W-Modulen schlicht mehr Rohleistung für die Steckdose.
Die Kehrseite der kompakten Module ist zugleich ihr Vorteil: Sie passen auf kleine Balkone, auf denen Standard-Großmodule gar nicht montierbar wären. Es ist also weniger ein Mangel als eine Zielgruppen-Frage – maximale Leistung war nie der Anspruch dieses Sets.
Nachteil 3: Monitoring nur über die App
Die Ertragsdaten siehst du in der Anker-App für iOS und Android. Die ist übersichtlich und zeigt Echtzeit-Werte – aber wer sein Balkonkraftwerk komplett ohne Smartphone und Hersteller-Konto betreiben will, wird hier nicht glücklich. Das ist bei fast allen aktuellen Balkonkraftwerken so (auch bei EcoFlow ist die App-Verbindung für die Einrichtung zwingend), bleibt aber ein Punkt, den man wissen sollte.
Für wen ist das RS40P trotz der Nachteile richtig?
Die Stärken des Sets liegen genau dort, wo Einsteiger sie brauchen: Installation in unter 30 Minuten, robuste Verarbeitung mit 5 Jahren Herstellergarantie und ein Modul-Design, das auch auf kleine Balkone passt. Wer tagsüber Grundlast im Haushalt hat und unkompliziert starten will, macht mit dem RS40P wenig falsch – deshalb steht es bei uns auf Rang 1.
Wer dagegen abends den Mittagsstrom nutzen will, schaut besser direkt auf ein Set mit Speicher: das Anker SOLIX RS40B (integrierter 1.024-Wh-Akku, gleiche App) oder das Zendure SolarFlow Set (960 Wh, erweiterbar auf bis zu 3.840 Wh).


